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Schmuck und Rache – Eine Ashilfas-Geschichte
Gelangweilt schaute Rish durch das schmierige Glas des Fensters nach draußen. Das Warten zwischen einem vergangenen und dem neuen Auftrag zog sich jedes Mal mehr in die Länge. Aber was wunderte sie sich. Die wirtschaftliche Lage der kleinen Stadt Reikward, sowie des ganzen Landes, hatte sich in den letzten Jahren immer mehr verschlechtert und bei niemandem saß das Gold noch locker in der Tasche. Die Diebin nahm einen tiefen Schluck aus ihrem Becher. Seit mehreren Wochen lungerte sie im ´Rostigen Ochsen´ herum, der schmuddeligsten Schenke im ganzen Hafen, und wartete auf Kundschaft. Gewöhnlich schaffte es nicht einmal das verufene Viertel zahlungswillige Interessenten von einem Besuch abzuschrecken. Auch nicht die üblichen Überfälle und Morde. Und doch ließ sich seit einiger Zeit keiner mehr blicken. Dabei gab es ausreichend zum Stehlen in den Häusern der Reichen und Gierigen, die mit ihren feisten Hintern auf den Reichtümern hockten. Genug Arbeit für Diebe und andere Halunken. Trotzdem wollte niemand das Gold aufbringen, einen professionellen Dieb anzuheuern. Qualität hatte nun mal ihren Preis. Somit gab es nichts anderes zu tun, als auf bessere Zeiten zu warten. »Hey, Rish! Kundschaft.« Der Ruf ihres Partners holte sie aus ihren Überlegungen. Na endlich, dachte die Diebin und sah sich um. Pattis, gleichsam Gaukler und Freund, steuerte auf ihren Tisch zu. Im Schlepptau hatte er eine kleine, gedrungene Gestalt. Der grobe Stoff einer fadenscheinigen Kapuze bedeckte den Kopf, so dass man das Gesicht nicht erkennen konnte. Dafür schwappte eine Woge üblen Gestanks in Rishs Richtung, die nur mit Mühe ihren letzten Schluck im Magen behielt. »Der hier will zu dir. Sagt, er hätte einen Auftrag für dich.« »Was ist das denn für einer? Der stinkt ja erbärmlich. Schaff ihn wieder raus. Das ist nicht zu ertragen.« »Du hast die Lady gehört. Sieh zu, dass du fort kommst.« Die Gestalt verharrte und blieb auf der Stelle stehen ...
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