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Milo und die verwunschene Burg (2006)
In einem fernen Land lebte einst eine alte Bäuerin, die hatte drei Söhne. Alle drei waren klug und von kräftiger Statur, denn das Leben auf dem Bauernhof war hart und entbehrungsreich. Jeden Tag stand die Landfrau mit ihren Söhnen auf dem Felde und arbeitete von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Viel war es nicht, was sie erwirtschaften konnten, dennoch reichte es, dass keiner Hunger leiden musste. Eines Tages jedoch überkam die alte Bäuerin eine Schwäche und sie sackte inmitten des Ackers zusammen. Kein Laut kam mehr über ihre Lippen, nur noch ab und an ein Ächzen und Stöhnen. Besorgt trugen die drei Söhne die Landfrau zurück ins Haus und bereiteten ihr Bett mit weichen Kissen und Decken, damit die alte Frau gut liegen konnte. Danach schickten sie den Jüngsten den Arzt zu holen, denn noch immer kam weder ein Wort aus ihrem Munde, noch konnte sie sich erheben. Alsbald erschien der Doktor und begann sofort, die Kranke zu behandeln. Doch was er auch tat, es schien keine Wirkung zu haben. Jede Tinktur, alle erdenklichen Pülverchen und Tränke versuchte er, doch keines brachte die erhoffte Besserung. Da gab der Arzt verzweifelt auf und sagte zu den drei Söhnen: „Ich weiß nicht mehr weiter. Nichts scheint zu wirken oder zu helfen. So müsst ihr denn nach einem anderen Mittel suchen. Ich bin hier leider mit meinen Künsten am Ende.“ Die drei Söhne berieten sodann, was zu tun sei. Da sagte Gilo, der älteste Sohn: „Ich werde mich in die Welt aufmachen und nach einem Heilmittel suchen, das unsere Mutter gesunden lässt.“...
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