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Der unbedachte Abenteurer (2006) oder wie Fiona einen Kobold traf
An einem schönen sonnigen Sommermorgen saß Fiona Fusselfuß auf der Holzbank vor ihrem Häuschen. Genau genommen saß sie dort jeden Tag, außer natürlich wenn es regnete. Fiona liebte ihre Blumen und führte oft lange Gespräche mit ihnen. Ab und zu erhielt die alte Dame Besuch von den Bewohnern des Waldes. Denn sie konnte etwas, was andere Menschen nicht vermochten. Sie verstand die Sprache der Tiere. Und da sie immer freundlich zu allen war, bekam sie sehr oft Besuch. Vom Hügel, auf dem das Fionas Häuschen stand, hatte man einen herrlichen Blick auf eine schöne Blumenwiese und den dahinter liegenden Wald. Ab und an wehte von dort ein süßer Duft herüber und kitzelte die alte Dame in der Nase. Am Fuße des Hügels floss träge ein schmaler Bach und glitzerte in der morgendlichen Sonne. Manchmal brachte dieser aus dem Wäldchen große Blätter oder auch mal ein Stöckchen mit. Heute jedoch kam mit dem Wasser ein besonders großer Ast und in seiner Mitte hatte jemand ein grünes Ahornblatt aufgestellt. Das sah ja aus wie das Segel eines kleinen Bootes! Fiona Fusselfuß wunderte sich über das Holz mit dem lustigen Blattsegel, der vor ihrem Haus an Land gespült wurde. Da die Sonne aber so herrlich schien und ihr das Gesicht wärmte, mochte sie nicht zum Bach hinunter gehen, um einen näheren Blick zu wagen. Der Erbauer des Schiffes war nirgendwo zu sehen, daher lauschte sie einfach dem Konzert der Vögel und dachte an ihre bunten Blumen. Eben war sie ein wenig auf ihrer Bank eingenickt, als plötzlich ein seltsamer Laut hinter ihr zu hören war...
Die kleine Waldfee (2005)
In einem fernen, tiefen Wald, ein kurzes Stück hinter den großen Bergen, lebte die kleine Waldfee Seidenschön. Niemand vermochte irgendwo anders einen schöneren Ort finden. Alle anderen Waldgeister, die es auf der Welt so gab, wohnten ebenfalls im Feenwald und so war die kleine Fee nie allein. Seidenschön war ein ganzes Stückchen kleiner als ihre Mitbewohner, aber alle mochten sie, weil sie zu jedem nett war. Wann immer sich jemand ängstigte oder allein fühlte, machte sich Seidenschön auf, um zu helfen. Sie schloss dann ganz fest die Augen und wünschte sich zu demjenigen, der gerade Hilfe brauchte. Denn wie alle Waldfeen hatte sie die besondere Eigenschaft, sich zu jedem Wald auf der Welt wünschen zu können. Und genauso machte es die kleine Elfe dann auch. Sie rückte ihren lustigen Strohhut zurecht und zog sich die grüne Jacke mit den Knöpfen aus Blumen an. Dann schloss sie die Augen und wünschte sich hinfort. Mit einem Aufblitzen tauchte sie urplötzlich am Rand eines anderen, dichtbewachsenen Waldes auf. Ein kleiner Hase, der dort alleine gespielt hatte, machte vor Schreck einen Satz in die Luft und versteckte sich unter einem Busch. „Hallo“, sagte die kleine Waldfee zu dem Hasen. Dieser linste mit zugekniffenen Augen durch die Blätter. „Ich bin Seidenschön, die kleine Waldfee. Und wie heißt du?“...
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