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Der Tag der Grauen
Erschreckt fuhr Judith aus dem Schlaf hoch. Etwas hatte sie geweckt.
Ein Geräusch.
Sie lauschte in die Stille hinein, doch es war nichts zu hören. Ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken. Jemand war hier. Sie konnte es ganz deutlich spüren. "Judith?"
Beim Klang der Stimme fuhr sie herum und starrte in Richtung Tür. Im Dämmerlicht, nur wenige Schritte vom Eingang ihres Schlafzimmers entfernt, stand ein Mann. Trotz der schlechten Sicht erkannte sie ihn sofort. Es war Roland. "Was machst du hier?", entfuhr es ihr. Zunächst antwortete er nicht, doch dann hörte sie ihn leise flüstern.
„Sie kommen.“
Die beiden Worte hallten einen Moment dröhnend in ihrem Kopf nach und lähmten jeden weiteren Gedanken. Dann raste ein eisiger Schauer durch ihr Gehirn und fraß sich in ekelerregender Geschwindigkeit über ihren Rücken hinab. Hastig rannte Judith zum Fenster und sah hindurch. Die Sonne schickte soeben die ersten hellen Strahlen über den Horizont und beleuchtete die dunkle, tobende Wolkenfront, die mit unglaublicher Geschwindigkeit auf das Dorf zu brauste.
Sie kommen...
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