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Der Mörder ist immer der Dämon
„Aahhhhhh!“
Der langgezogene Angstschrei des Jungen hallte durch das verlassene Gasthaus. Als ob tausend Geister hinter ihm her waren, stürmte er den Flur hinunter zu dem aufgebrochenen Fenster, sprang hindurch und verschwand in der Dunkelheit.
„Gottfried!“ Wo blieb denn nur wieder dieser vermaledeite Diener? Tja, so war das halt, wenn man auf unzureichendes Personal zurückgreifen musste. In seiner Situation hatte man leider nur wenige Auswahlmöglichkeiten. Gottfried ließ sich wie gewöhnlich alle Zeit der Welt, um dem Ruf seines Herrn zu folgen. Seit er ihn vor ungefähr fünf Jahren nach dessen Flucht aus der Forensikh bei sich aufgenommen hatte, kümmerte sich dieser oft mehr schlecht als recht um die täglichen Belange seines Brötchengebers. Diesen Makel seines Dieners musste Markarius allerdings tolerieren, da Gottfried der Einzige war, der über die besonderen Umstände seiner Existenz Bescheid wusste und wissen durfte.
Sollte er denn wirklich alles alleine machen? Immerhin war die Unordnung zu beseitigen, die der nächtliche Besucher angerichtet hatte. Genervt lehnte sich der Blutschink in seinem Sessel zurück und nippte an einem Glas Spätburgunder. Der edle Rotwein konnte seine gereizte Stimmung jedoch nur bedingt aufhellen...
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