Obenkurz

 Home

 Bibliographie

 Schreibtisch

 Der Autor

 News/Archiv

 Gastautoren

 Links

 Impressum

Kurznews

Termine

+++++++++++ Classic Days
31.07.09 Schloss Dyck
+++++++++++
Offenes Wohn-zimmer
02.10.09
Mg
+++++++++++

------------

Presse- stimmen

------------

Aktueller

Newsletter

Newsletter

03/2009

verschickt!

------------

Gästebuch

Gästebuch2

------------

Diese Seite weiter empfehlen!

 

Chaos im Märchenbuch

Franzl schlummerte noch friedlich in seinem Bett, als ein vorwitziger Sonnenstrahl, der durch das Fenster drang, ihn an der Nasenspitze kitzelte und aufweckte. Gähnend reckte er sich, schlug die Augen auf und schaute sich um.
Dackel Stoffel, der durch die Unruhe im Bett ebenfalls wach geworden war, lief über die Bettdecke zu seinem Herrchen nach oben und leckte über dessen Gesicht.
„Morgen, Stoffel“, begrüßte er den Hund und richtete sich auf. Dabei berührte seine Hand einen harten Gegenstand unter dem Kopfkissen. Etwas erstaunt griff er danach und zog das alte Märchenbuch hervor.
„Also habe ich doch nicht geträumt. Das Buch existiert ja wirklich“, stellte er fest und wollte den ledernen Buchdeckel aufklappen.
Doch was war das?
Das Buch ließ sich nicht aufschlagen.
„So ein Mist“, brummte Franzl und streichelte dabei Stoffel, der ganz gespannt jede Bewegung des Jungen beobachtete. „Wieso geht das nicht öffnen. Heute Nacht war das doch auch möglich?“
Franzl überlegte angestrengt. Was hatte er falsch gemacht? Plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Die Figuren wurden nur im Mondschein lebendig, wie Drosselbart ihm berichtet hatte. Vielleicht galt das auch für das Aufklappen des Buches.
Ein nochmaliger Versuch schlug ebenfalls fehl. Kurz entschlossen schlüpfte der Junge aus dem Bett und schob das Buch wieder in die Lücke im Regal, wo es in der Nach zuvor heraus gefallen war.
„Da müssen wir halt warten, bis es dunkel wird und der Mond wieder scheint. Also Geduld, Franzl“, tröstete er sich selbst.

Das war einfacher gesagt als getan.
Das Frühstück dauerte eine Ewigkeit und auch bei der Besteigung des Burgturmes am Nachmittag zeigte Franzl nicht die richtige Begeisterung.
Die Eltern dachten schon, ihr Sohn wäre krank und als er am frühen Abend bat: „Mama, ich bin müde. Können Stoffel und ich nach oben gehen?“ waren sie total ratlos. Franzl, freiwillig ins Bett und das in den Ferien? Kaum zu glauben.
Doch die Mutter willigte ein und brachte die beiden ins Schlafzimmer. Nach dem Gute-Nacht-Kuss schloss sich die Türe hinter ihr und Franzl und Stoffel waren allein.

Schnell holte der Junge das Buch und kroch damit wieder unter die Decke.
Keine Sekunde zu früh. Die Wolkendecke am Himmel riss auf und das Mondlicht fand seinen Weg ins Zimmer.
„Schnell, Stoffel. Versuchen wir mal den Deckel aufzuschlagen.“ Mit diesen Worten hob Franzl den Bucheinband an und siehe da…. Er ließ sich ganz leicht aufschlagen.
„Hurra, es hat geklappt!“, rief er und klatschte in die Hände.
Stoffel, der die ganze Sache beobachtet hatte, stellte seinen Kopf schräg und schaute das Buch erwartungsvoll an.
„So, jetzt werden wir gleich wissen, ob gestern Nacht alle Figuren in ihren eigenen Märchen angekommen sind“, unterrichtete Franzl seinen Hund über sein weiteres Tun. „Das erste Märchen ist ‚Hänsel und Gretel’. Schau, Stoffel. Die beiden Kinder sind brav auf ihrer Seite. So, und nun weiter.“
Flink blätterte er die nächsten Seiten um und kam zu ‚Schneewittchen und die sieben Zwergen’.
„Hier stimmt etwas nicht“, stellte der Junge fest. Schneewittchen stand zwar im Zimmer der Zwerge, aber diese waren nirgends zu sehen. Auf dem ganzen Bild keine Spur von ihnen.
Als Franzl schon im nächsten Märchen nach dem Rechten sehen wollte, nahm er am Bildrand zwei dunkle Schatten war, die sich langsam auf das Schneewittchen zu bewegten.
„Oh, mein Gott!“, rief er. „Das sind ja Wölfe. Und gleich zwei. Wo kommen die denn her, und was wollen sie in dieser Geschichte?“
Stoffel knurrte laut und fletschte die Zähne.
„Schon gut, Stoffel. Wenn die das Schneewittchen fressen wollen, dann brauchen wir Hilfe. Aber von wem?“ Angestrengt dachte der Junge nach, als er plötzlich die rettende Idee hatte. Drosselbart musste her. Er war der einzige, der die Macht besaß, die Märchenfiguren unter Kontrolle zu halten, wie in der letzten Nacht, als er sie alle in das Buch gescheucht hatte.
Aber wo war er? In Windeseile blätterte der Junge im Buch. Hier war die Geschichte von Drosselbart. Aber leider keine Spur von dem König.

weiter zu Seite 2

zurück zu Gastautoren

Zeile
Newsletter
Abonnieren Sie meinen
kostenlosen Newsletter:

 

Aktuelle Besucherzahl


 

drachenkinder464x188

Mehr Infos gibt es hier.

Zeile
obenrechtsecke

Die Schatzinsel
-Hörbuch-

Die Schatzinsel

Geschichten eines Krieges
-Anthologie-

GeKCover

Trau nie einer Legende
-Hörspiel-

Traunie

Welt der Geschichten 3

wdg_3_fcover_360_small

Terracom 103

tc103

Ebook “Hauch der Finsternis”

HauchderFinsternisklein

Märchenbasar 2

Märchenbasar2

Welt der Geschichten 4

WeltderGeschichten4Cover

Kreaturen der Nacht

kreaturen_der_nachtrechts

neu bei
leserun.de !

Märchenbasar

maerchenbasarcoverrechts